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10 GUTE GRÜNDE, POLEN ZU BESUCHEN

  1.  Königliche Paläste und Gartenanlagen
  2.  Bunte Volkskunst und reiches Folklore
  3. Tragische Geschichtskarten: Kriegs- und Holocaust Museen
  4.  Mittelalterliche Burgen und historische Städte
  5.  Chopin Musik, die Entdeckungen von Kopernikus
  6.  Naturwunder: Nationalparks, Meer, Seen, Gebirge
  7.  Zahlreiche Objekte auf der UNESCO Liste des Weltkulturerbes
  8. Orte, verbunden mit dem Leben vom Papst Johannes Paul II
  9. Originelle Küche und regionale Spezialitäten
  10.  Außergewöhnlich gastfreundliche Einwohner und europäische Atmosphäre

Geographie Polens

Polen liegt in Mitteleuropa auf einer Fläche von 312.000 km ² und zeichnet sich durch äußerst vielfältige und malerische Landschaften aus. An der Küste der Ostsee finden Sie breite Sandstrände, Kliffküsten mit Felsen und Sanddünen. Im nordöstlichen Teil ist das sogenannte „Land der tausend Seen“ gelegen – die Masuren, wo man ein Segel- oder Paddelboot mieten oder ruhige Zeit am Fischen verbringen kann. Naturliebhaber finden hier ihren guten Platz - in der Nähe der östlichen Grenze liegt der Nationalpark - Białowieża, in dem auf freier Wildbahn europäische Bisone – die berühmten Wisente leben. Inmitten der großen Fläche befinden sich dichte Wälder und Flachebenen.

Geschichtsinteressierte werden von einer großen Zahl von Burgen und Schlössern, die vor Jahrhunderten errichtet wurden überrascht. In der Nähe von Krakau, können Sie einen Cluster aus Kalkstein mit seltsamsten Formen, versteckten Höhlen und unterirdischen Flüssen finden. Entlang der südlichen Staatsgrenze erstreckt sich die Hohe Tatra, ein Teil der Karpaten-Gebirgskette. Sie bildet den landschaftlich schönsten Teil mit ihren in Mitteleuropa höchsten Granitfelsen, die mehr als 2.000 m über den Meeresspiegel hinausreichen.  Jedes Jahr im Winter lockt die mit Schnee bedeckte Tatra wie ein Magnet tausende Skifahrer und im Sommer alle Liebhaber der Wanderungen an.

Kulturerbe

Die Polen sind eine Nation, die sehr stolz auf ihr in verschiedenen Bereichen erkennbares Kulturerbe ist. Der weltberühmte Astronom Nicolaus Copernicus stammt aus Thorn, in Warschau sind die Nobelpreisträgerin in Chemie - Marie Curie und der Komponist Frederic Chopin geboren. Die Filmakademie der Industriestadt Łódź setzte weltweit berühmte Regisseure wie Roman Polanski, Krzysztof Kieslowski und Andrzej Wajda auf die Welt. Im Norden liegt der größte Hafen der Ostsee – die Hansestadt Danzig, die insbesondere durch Lech Walesa, den Oppositionsführer der im Jahre 1980 gegründeten Solidaritäts-Bewegung. Dank seiner Aktivität wurde Polen neun Jahre später vom Kommunismus endgültig befreit und wurde zu einem demokratischen Land.

Küche

Gerichte aus der polnischen Küche sind vielleicht nicht so bekannt, wie italienische oder chinesische. Sie verfügen jedoch über originelle Geschmacksrichtungen und Aromen. Die meisten von ihnen zeichnen sich durch die Anwesenheit von Fleisch, Kräutern und verschiedenen Zutaten aus. Dicke Suppen und Saucen und mit verschiedenen Zutaten gefüllte Teigtaschen bilden die Visitenkarte der typisch polnischen Küche. Zu den ziemlich fetthaltigen Gerichten werden vor allem lokale Biersorten, aber auch die weltweit bekannten Vodka-Arten getrunken.

Nationale Gerichte

Bigos - ein polnisches Nationalgericht, unvergleichbar zu anderen Speisen in der Welt. Es besteht aus gekochtem Kohl – teilweise Sauerkraut, dem verschiedene Fleischsorten, manchmal Wildfleisch und viele andere Zutaten, je nach Familientradition beigegeben werden. Dieses Gericht wird an folgenden Tagen weiter gekocht, damit es reicheren Geschmack bekommt. Diese leckere Speise kann dann bis zu einer Woche lang gegessen werden.

Teigtaschen – sie werden in vielen slawischen Ländern gegessen, und das nicht nur in Europa. In Polen werden sie mit Sauerkraut, Fleisch, Quark, Pilzen, geriebenen Kartoffeln, aber auch Obst gefüllt.

Weihnachtskarpfen - ein traditionelles Gericht, das auf dem polnischen Tisch am Heiligabend erscheint. Kurz vor Weinachten im Dezember kann man selbst auf den Straßen der polnischen Städte viele Handelskräme mit frischen lebenden Fischen zu sehen bekommen. Karpfen wird sowohl in Form einer Fischsuppe, wie auch eines panierten gebratenen Filets als Hauptspeise am Heiligabend gegessen.

Die Geschichte Polens

Polen - eines der interessantesten Länder in Europa - bietet seinen Besuchern viele interessante Orte zur Besichtigung. Die historische Stadtanlagen, die oft aus den Verwüstungen der Kriege wieder aufgebaut, darunter Krakau, Danzig, Breslau, Posen, locken mit ihren alten Kirchen, stimmungsvollen Straßen, historischen Parks an. Die polnische Hauptstadt Warschau - wurde vor 600 Jahren gegründet und hat eine wechselvolle Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt fast vollständig in Trümmern. Die ältesten Paläste, Kirchen und Häuser wurden rekonstruiert und zwischen ihnen wurden moderne Wolkenkratzer erbaut und viele neue Wohngebiete angelegt. Dutzende von Restaurants, Musikclubs, Einkaufszentren laden ihre Gäste ein. Ernsthafte Konkurrenz für Warschau ist Krakau - die meistbeliebteste und von Touristen meistbesuchte Stadt in Polen. Einst war  Krakau Hauptstadt und Hauptsitz und Nekropole der polnischen Könige, verfügt aber bis heute über viele prächtig erhaltene historische Gebäude, wie Kirchen und Klöster, sowie die älteste katholische Universität in Mitteleuropa - die Jagiellonen-Universität.

Religion

Mehr als 80% der polnischen Bevölkerung ist katholisch. Zu anderen Konfessionen  gehören Orthodoxe und Protestanten. Ausländische Touristen wundern sich oft über die an polnischen Straßen und Kreuzungen stehenden Kapellen und Kreuze. Sie wurden zum Großteil von wohlhabenden Familien aus benachbarten Dörfern mit der  Hoffnung finanziert, dass dadurch die Wohngemeinde durch Gottes Segnen stets geschützt wird.

Der im Jahr 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II ist als Karol Wojtyła im Jahre 1920 in der südpolnischen Stadt Wadowice zur Welt gekommen. Er studierte an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Über 27 Jahre leitete er die weltweite katholische Kirche von Vatikan aus. Die Erinnerung an den Papst ist sehr lebendig in Polen. Seine Denkmäler und Abbildungen können in jeder Stadt und in jedem Dorf Polens gefunden werden. Johannes Paul II erfreute sich einer großen Autorität und Beliebtheit bei Millionen von Menschen weltweit, nicht nur Katholiken.

Traditionelle Bräuche

Am Vorabend vor Weihnachten versammelt sich jede polnische Familie am Abend zum feierlichen Abendessen. Traditionell werden 12 Speisen gegessen, wobei keine einzige Fleisch enthalten darf. Am Tisch befindet sich in der Regel ein leerer Stuhl, falls ein hungriger Fremde an der Tür klopfte sollte. Unter dem weißen Tischtuch befindet sich ein wenig Stroh, als Andenken an die Geburt Christi. Als Hauptgericht gibt es gebratenen Karpfen. Die feierliche Mahlzeit beginnt jedoch mit der Suppe aus roten Rüben (Borschtsch). Danach werden mit Sauerkraut und Pilzen gefüllte Teigtaschen, verschiedene Arten von Kuchen, einschließlich Mohnkuchen verzehrt. Als Getränk wird Pflaumen-Kompott getrunken.

Die mit Ostern verbundenen Bräuche, haben eine sehr lange Tradition und  einen engen Zusammenhang mit der  Religion. An Feiertagen besuchen die Gläubigen mehrmals Kirchen und nehmen sehr zahlreich am Gottesdienst am Ostersamstag um  Mitternacht teil. Die Zutaten für das Frühstück am Ostersonntag, sollen am vorigen Tag in die Kirche zum Bestreuen mit Weihwasser gebracht werden. Die Bestreuung wird vor der Kirche von einem Priester durchgeführt. Montag nach Ostern ist ein Feiertag in Polen, und es besteht die Gefahr, dass man mit kaltem Wasser bespritzt oder sogar begossen werden kann. Diese alte Sitte ist besonders bei junge Menschen besonders beliebt und wird noch heutzutage sowohl in der Stadt, wie auf dem Lande praktiziert.

Die Fronleichnam-Feier (Corpus Christi) und ihre Sitten kann man zu sehen bekommen, wenn man durch Polen 60 Tage nach Ostern reist (es ist ein bewegliches Fest, im Mai oder Juni). In jedem Dorf und jeder Stadt gehen dann die Katholiken in einer farbenfrohen Prozession durch die Straßen einer Stadt oder einer Landstraße. Die jeweiligen Straßen der Prozessionsroute werden dann für den Autoverkehr geschlossen und sind mit Heiligenbildern dekoriert. Hunderte von Menschen bleiben auf dem Prozessionsweg an temporären Altären für ein Gebet stehen. Weiße gekleidete Mädchen gehen entlang der Straße und werfen Blütenblätter um sich.

Der Johannistag wird im  ganzen Land am 23. Juni gefeiert. Festlich gekleidete Menschen versammeln sich an einem Fluss, See oder Meer und werfen Blumenkränze ins Wasser. Die Feiert dauert die ganze Nacht. Es wird im Freien getanzt, gegessen und man betrachtet das Feuerwerk zum Abschluss.  

 

Allerheiligen – dieses christliche Fest wird Anfang November nicht nur von polnischen Katholiken gefeiert, aber auch Gläubigen in anderen Ländern. In diesen besuchen die Menschen die Gräber ihrer Verstorbenen, was mit einem erhöhtem Verkehr von Millionen von Polen verbunden ist, die von einem Ende des Landes zum anderen reisen. Auf das Grab wird ein Bündel von lebenden oder künstlichen Blumen und brennende Kerzen zu Ehren der verstorbenen Verwandten gelegt. In dieser Nacht, erleuchten alle Friedhöfe Polens mit tausenden von Lichtern.

Einkaufen

In jeder von Touristen besuchten Stadt, bzw. in der Nähe von touristischen Attraktionen befinden sich Geschäfte, Einkaufszentren und Souvenirläden. Der Größten Beliebtheit erfreuen sich der Silberschmuck, Bernsteinschmuck, traditionell bekleidete Puppen, Porzellan und Keramik, Figuren aus Holz und Messing, handgewebte oder gestickte Servietten, Tischdecken, Spitzen. Kunstgalerien bieten wertvolle Gemälde, Skulpturen und Plakate berühmter Designern. In jeder großen Stadt, wie Krakau oder Warschau, gibt es eine Mehrzahl großer Einkaufszentren mit Hunderten von Geschäften internationaler Verkaufsketten. Es lohnt sich auf jeden Fall, modische von lokalen Künstlern entworfene Kleidung zu kaufen. In der Praxis, findet man selbst in jedem kleinen Dorf Basare im Freien, die praktisch alles zum Verkauf anbieten.

Kulturelle Unterschiede

Polen sind freundlich, aufgeschlossen und haben eine positive Einstellung zu Ausländern. Sie zeichnen sich durch ihre Gastfreundschaft, Spontaneität und Humor aus. Man spürt jedoch einen gewissen Unterschied im Verhalten der Bewohner von Städten und Dörfern. In den Provinzen, die Menschen sehr religiös und sind eher konservativ im Umgang mit Fremden, sie befolgen eine traditionelle Lebensweise. Katholische Religion spielt dabei eine wichtige Rolle.